Stammtisch mit Gabriel Wernick
Der Gast unseres Februar-Stammtisches, der amerikanische Bariton Gabriel Wernick, hat bereits zur letzten Jahreshauptversammlung unser Herz erobert und begrüßte uns mit einem Lied von Brahms. Danach hörten wir noch die Registerarie aus „Don Giovanni“. Begleitet wurde er, wie schon traditionell, von Mattias Spindler am Klavier.
Wie kommt ein amerikanischer Sänger nach Deutschland / nach Zwickau? Das ist seiner Liebe zur Musik und dabei insbesondere zum deutschen Liedgut geschuldet. Bereits vor seinem Studium in Chicago war er „total besessen von deutschen und insgesamt europäischen Liedern“. Folgerichtig setzte er sein Studium in Italien fort und kam dann über verschiedene Stationen in Italien und Deutschland in der Spielzeit 2024/2025 nach Zwickau. Hier hat er seine erste feste Stelle, was er sehr schätzt. Er hat jetzt auch Gelegenheit, seiner anderen großen Leidenschaft, dem Musizieren, zu frönen. Mit einem schottischen Lied zum Banjo zeigte er sich von dieser anderen Seite.
In Zwickau ist Gabriel Wernick zur Freude der Zuschauer in verschiedenen Rollen zu sehen. Dabei war „La Traviata“ die erste Bühnenrolle, die er in Deutsch für deutsches Publikum gestalten durfte – Lampenfieber inklusive. Mit unserem Vereinsvorsitzenden, Herrn Klüglich, und dem Publikum plauderte er dann über die Unterschiede beim „Applaus-Verhalten“ in verschiedenen Ländern, über die Interaktion der Künstler mit dem Publikum, über die Zusammenarbeit im Ensemble, was ihm an Deutschland gefällt usw.
Mit dem amerikanischen Lied „The cuckoo“ zum Banjo verabschiedete sich Gabriel Wernick von den trotz des Streiks im ÖPNV zahlreich erschienenen Vereinsmitgliedern und Gästen, die ihm mit großem Applaus für den unterhaltsamen Abend dankten.




